Young Helping Hands:

Unsere Vision und unsere Werte:

 

 

Wenn Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sich um kranke oder beeinträchtigte Angehörige kümmern, übernehmen sie eine i.d.R. nicht altersgerechte Verantwortung. Sie pflegen körperlich erkrankte Angehörige und Angehörige mit einer Behinderung, psychischen Erkrankung oder Suchterkrankung. In Deutschland betrifft dies fast 500.000 Jugendliche zwischen 10 und 19 Jahren. Das Problem: Sie haben bislang keine Lobby.

 

Dies haben wir, die 2016 von Julika Stich in Lübeck ins Leben gerufene Initiative Young Helping Hands, uns daher zur Aufgabe gemacht. Unsere Schwerpunkte sind die Aufklärung und Enttabuisierung. Diese richten sich an die Gesellschaft, die Politik und die Medien im Allgemeinen wie auch an Familien und Fachkräfte im Besonderen. Wir möchten die Herausforderungen und Bedürfnisse und nicht zuletzt die systemrelevante Leistung von Young Carern sichtbar machen.

 

Stand Mai 2020 bestehen wir aus sieben ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen mit eigener Young Carer-Biographie und haben Ansprechpartner*innen im Raum Schleswig-Holstein, Hamburg, Rheinland-Pfalz und Bayern. Die Mitarbeit in unserer Initiative beruht auf Freiwilligkeit. Wir legen dabei Wert auf Teamgeist, respektvollen Umgang, Seriösität sowie eine demokratische, transparente Kommunikation. Gleiches wünschen wir uns von unseren Partnerinitiativen, Unterstützer*innen und Sponsor*innen wie auch den Medien/Medienvertreter*innen, mit denen wir kooperieren. Für die Betroffenen fordern wir/setzen wir selbst im Rahmen unserer Möglichkeiten um:

 

  • öffentlichkeitswirksame Aufklärungsarbeit und Enttabuisierung in Form von medialen Kommunikationsmaßnahmen (Zeitungsinterviews, TV- und Rundfunkauftritte unserer Gründerin Julika Stich, aktive Teilnahme in Form von Vorträgen bei Fachtagungen/Kongressen u. a.)
  • Sensibilisierung innerhalb der Angehörigenarbeit der Erwachsenmedizin sowie innerhalb der Lehre und Forschung bzw. Ausbildung von Fachkräften
  • Angebote zum Ausgleich vom Pflegealltag wie Peer Group-Treffen, Young Carer Festivals und Care Center (wie es sie bereits erfolgreich in Großbritannien und Australien gibt)
  • Patenschaften für Young Carer
  • eine höhere Anzahl von Beratungsstellen, auch für erkrankte Eltern