Lebenslange Folgen bekämpfen!


Wenn ich einmal groß bin, habe ich Dich oft von klein auf versorgt-  Nun bin ich erwachsen und völlig ausgebrannt. Kaum einer sieht, was ich im verborgenen geleistet habe und so halte ich den Druck nicht mehr aus. Ich fühle mich leer, aber keiner kann mir sagen was das ist. Oft gelte ich als faul- Bitte schau genau hin. Ich passe in keine Schublade, in die ihr mich stecken möchtet!  Ich fühle mich ausgebrannt und leer und möchte so gerne ein normales Leben!


Schritt 1: Sensibilisieren

 

Öffentlichkeitsarbeit, um lebenslange Folgen für die Betroffenen zu bekämpfen!

 

 

 

 

Schritt 2: Erkennen

- Kinder und Jugendliche, die ihre kranken Angehörigen pflegen-

 

Was sind Sie? Was leisten Sie? Welche Hilfe brauchen Sie?

 


 

 

 Schritt 3: Helfen

 

Hilfestellung bieten

 

 

 



Um besser zu verstehen heute nochmal  etwas persönliches, was sich aber beiläufig miteinander vermischt. In der Planung der Arbeit, vermischt mit privaten, merke ich immer wieder, wie sich bei mir das augenblicklich Gefühl einschleicht (das blöde Biest ;-)) und ich fühle mich verloren. Nun weiß ich, dass es nur ein Gefühl ist. Nichts, wofür ich mich schämen muss. Das es keine Wirklichkeit ist. In der Bearbeitung habe ich gelernt, dass es Gefühle aus der Vergangenheit sind. 

Was hat das alles hiermit zu tun? Genau das: Als junge Pflegende/ ehemals junge Pflegende übernimmst du meist als Kind früh enorme Verantwortung- 

Definitiv in diesem Ausmaß zu früh für ein Kind! In den frühen Lebensjahren sollen Kinder idealerweise Bindung zu Bezugspesonen aufbauen. In der Bindungstheorie wird Bindung als die Tendenz eines Kleinkindes beschrieben, Nähe zu bestimmten Personen zu suchen und sich dann sicherer zu fühlen.  

Das einfühlsame Reagieren der Bezugspeson auf die Bedürfnisse des Kindes führt zu sicheren Bindung. Meist sind bei Kindern Jugendlichen, die sich um ihre Eltern kümmern, die Rollen vertauscht, d.h. die Kinder übernehmen Verantwortung in einer Phase, in der die eigentliche Hauptverantwortung die Eltern tragen sollten. Dies kann zu späteren Folgen führen. 

 

Das muss nicht sein und hier setzt unsere Arbeit an- Wir können, dürfen und wollen niemals die Eltern oder andere Bezugspesonen ersetzen!- Wir können aber einen Menge tun:

 

-Hinschauen und Aufklären (Sensibilisieren)

 

-Dasein und Zuhören

(Erkennen)

 

- Helfen und Trösten

(Handeln)

 

Dabei immer die Regel: Soweit es der Betroffene zulässt und wünscht! 

 

Wir können auch ganz viel für ehemals junge Pflegende tun. Indem wir dazu ermutigen und helfen, sich untereinander zu vernetzen und austauschen, kann viel Selbsthilfe betrieben werden.

 

Nun genug der Theorie. Ich bin zuversichtlich, dass in Zukunft ganz viel für junge pflegende und ehemals junge Pflegende getan werden kann!

 

Mit lieben Grüßen, 

 

Julika Stich