Rollstuhl unter dem Regenbogen

 

Rollstuhl unter dem Regenbogen

Oft kann ich dich nicht sehen

Die Sonne scheint

Mit ihr fällt der unerbittliche Regen

 

Regenbogen-

Sag, wo fängst du an

Sag, wo hörst du auf

Bist du noch da,

Wenn ich mich am stärksten nach dir sehne?

Der Rollstuhl scheint leer

Es scheint, er wäre zu sehen,

dort oben, der weite Regenbogen

 

Rollstuhl unter dem Regenbogen

Oft stehe ich hier ohne dich

Der Regen fällt

Die Sonne erwärmt meine vertrocknete Seele

Regenbogen-

Sag, wen nimmst du mit

Sag, was ist mit mir

Bist du wieder da,

Wenn ich nur ganz stark daran glauben darf?

Der Rollstuhl bewegt sich

Es scheint, er wäre zu sehen,

weit über den ausgestreckten Regenbogen

 

(15.02.2010, Julika Stich)

 

 

© Friedrich-Franz von Massow zusammen mit den Bewohnern der "Jungen Pflege" der "Stadtresidenz im Casino Wetzlar". Das Bild trägt den Titel "Regenbogen über Rollstuhl" und  ist Teil der "Fritz und ihre Bilder Ausstellung von 2009. Mehr Informationen unter: http://www.fritzdergelegenheitsmaler.de/schwyzer.pdf

 


Weil deine Augen so voll Trauer sind,

Und deine Stirn so schwer ist von Gedanken,

Lass mich dich trösten, so wie man ein Kind

In Schlaf einsingt, wenn letzte Sterne sanken,

 

Die Sonne ruf ich an, das Meer, den Wind,

Dir ihren hellsten Sommertag zu schenken.

Den schönsten Traum auf dich herabzusenken,

Weil deine Nächte so voll Wolken sind.

 

Und wenn dein Mund ein neues Lied beginnt,

Dann will ich´s Meer und Wind und Sonne danken. 

Weil deine Augen so voll Trauer sind,   

Und deine Stirn so schwer ist von Gedanken. 

(Mascha Kaléko)